Muskatnüsse ganz

Die ganzen Muskatnüsse sind von brauner Farbe und haben eine ovale Form mit strukturierter Oberfläche. Der süßliche, leicht holzige Geschmack ist etwas ganz Besonderes. Häufig wird es zum Verfeinern von Kartoffelgerichten wie Kartoffelpürees und -gratins verwendet, eignet sich aber auch hervorragend für Gemüse, Suppen und Eintöpfe. Vervollständigt wird der Genuss gern mit Macis, der geriebenen Schale der Muskatnuss, auch Muskatblüte genannt.
Kleine Nuss - aber oho!
Informationen
Muskatbäume kommen ursprünglich von den indonesichen Molukken, die auch Gewürzinseln genannt werden. Muskatnüsse sind das wichtigste Exportprodukt für Grenada - deshalb ziert die Flagge Grenadas eine Muskatnuss.
Es wird oft angenommen, dass die Muskatnuss die Frucht des immergrünen Muskatnussbaumes ist, sie ist allerdings der Samen. Aus den Blüten entwickeln sich Früchte mit einer fleischigen Umhüllung, die einem Pfirsich ähnelt. In dieser Hülle entwickeln sich dann die Samen, die Muskatnüsse. Aber auch der Samenmantel kann verwendet werden und wird unter dem Namen Muskatblüte oder Macis gehandelt. Im Aroma ist Macis wesentlich milder.
Die Ernte der warm-würzigen Muskatnüsse ist ein ziemlich komplizierter und langwieriger Prozess. Erst ab dem 8. Lebensjahr trägt der Muskatbaum die ersten Früchte. Auch dann fällt die Ernte noch sehr gering aus. Aber ein Muskatbaum kann bis zu stolze 100 Jahre alt werden. Seine größte Leistungsfähigkeit hat er allerdings im 15. Lebensjahr. Die Erntezeit beginnt, sobald die Früchte aufplatzen. Dann werden sie von Hand von den Bäumen gepflückt. Anschließend befreit man den Samenkern von dem Fruchtfleisch und dem Samenmantel. Daraufhin werden die Samenkerne getrocknet. Die Kerne werden so lange getrocknet, bis man beim Schütteln ein leises Rasseln hört. Sobald die Samenkerne getrocknet sind, werden sie aufgeschlagen und die Muskatnüsse von der Schale gelöst. -
Herkunft: Indonesien